(Inspiriert von einer Predigt von Dante Gebel)
Nicht jeder Mensch hat denselben Platz in deinem Leben. Und nicht jede Nähe ist von Gott vorgesehen.
Einer der größten Irrtümer vieler Christen ist die Annahme, Liebe bedeute grenzenlose Zugänglichkeit. Doch selbst Jesus lebte Nähe geordnet. Nicht aus Distanz, sondern aus Weisheit.
Jesus Christus hatte viele Menschen um sich. Die Bibel berichtet von den Siebzig, die mitwirkten, dienten, ausgesandt wurden. Dann gab es die Zwölf – seinen engeren Kreis, Menschen, die ihn begleiteten, seine Lehre hörten, mit ihm unterwegs waren. Und selbst innerhalb dieser Zwölf gab es drei, die ihm besonders nahestanden: Petrus, Jakobus und Johannes.
Und dann war da noch ein Ort. Ein Haus in Betanien. Das Haus von Martha, Maria und Lazarus– ein Ort der Ruhe, der Vertrautheit, des Rückzugs. Ein innerer Anker. Dort musste Jesus nichts erklären. Dort durfte er sein. Das zeigt uns etwas sehr Wichtiges: Nähe braucht Struktur. Nicht jeder gehört in deinen inneren Zirkel. Und das ist keine Härte – das ist geistliche Ordnung.
Diese sieben Zeichen helfen dir, zu erkennen, wen du nahe an dein Herz lässt– und vor wem Gott dich vielleicht schützt, noch bevor Schaden entsteht.
Die Dante Gabel nennt sie „ojos altivos“ – überhebliche Augen. Es geht um Menschen, die innerlich von oben herab schauen. Nicht immer laut, nicht immer offensichtlich, aber spürbar. Ihre Haltung sagt: Ich stehe über dir.
Genau hier finden sich auch narzisstische Persönlichkeitszüge wieder. Nicht als Modewort, sondern als geistliche Realität. Narzisstische Menschen brauchen Überlegenheit. Sie brauchen Bewunderung. Und sie brauchen jemanden, den sie kleiner machen können, damit sie sich größer fühlen können. Solche Menschen wissen alles besser. Ihre Sicht ist der Maßstab. Ihre Wahrnehmung gilt als Wahrheit. Andere Perspektiven werden nicht ernsthaft gehört, sondern bewertet, relativiert oder subtil entwertet.
Oft geschieht das ruhig, charmant, manchmal sogar geistlich verpackt. Doch unter der Oberfläche liegt immer dasselbe Muster: keine echte Augenhöhe. In ihrer Nähe entsteht kein freier Raum. Du spürst Druck. Du beginnst, deine Worte abzuwägen. Du erklärst dich häufiger, als du es solltest. Nicht, weil du falsch bist – sondern weil Überheblichkeit immer ein Gefälle erzeugt. Die Wirkung ist eindeutig: Du fühlst dich kleiner. Unsicherer. In ihrer Nähe beginnst du, an dir zu zweifeln. Man lebt im Schatten solcher Menschen.
Nicht weil sie laut sind – sondern weil sie Raum einnehmen, der dir zusteht. Raum für deine Stimme, deine Klarheit, deine von Gott gegebene Würde.
Genau hier wird geistliche Unterscheidung notwendig. In meinen Notizen steht ein Satz, der wie ein inneres Aufrichten wirkt:
„Soy hija del Rey y no permito que nadie me menosprecie.“
Ich bin eine Tochter des Königs – und ich erlaube nicht, dass mich jemand herabsetzt.
Das ist kein Stolz. Das ist Identität. Gott ruft uns zur Demut, aber Demut ist niemals Selbstverachtung. Wahre Demut kennt den eigenen Wert, ohne ihn verteidigen zu müssen. Narzisstischer Hochmut hingegen braucht Abwertung, um sich selbst zu stabilisieren. Warnsignal: Wenn die Nähe zu einem Menschen dich innerlich schrumpfen lässt, wenn du dich weniger wert fühlst als zuvor, dann ist das kein Zufall. Gott spricht oft genau dort – als Schutz, nicht als Anklage.
(Sprüche 21:4)

Ein weiteres ernstes Warnzeichen zeigt sich dort, wo Wahrheit nicht mehr geachtet wird. Nicht jede Lüge ist offensichtlich. Viele kommen leise, angepasst, scheinbar harmlos. Doch ihr Kern bleibt derselbe: Unwahrhaftigkeit zerstört Vertrauen. In meinen Notizen steht ein Satz, der das unmissverständlich auf den Punkt bringt:
„Mentira no puede reinar Dios.“
Die Lüge kann nicht dort herrschen, wo Gott regiert.
Gott ist Wahrheit. Wo Wahrheit fehlt, zieht er sich nicht aus Strafe zurück, sondern weil Ordnung fehlt. Deshalb ist es geistlich gefährlich, wenn Menschen es mit der Wahrheit nicht genau nehmen – besonders im Umgang mit anderen.
Ein entscheidender Maßstab lautet: Wer über andere lügt, wird auch über dich lügen. Wenn jemand schlecht über Menschen spricht, die nicht anwesend sind, dann ist das nicht Offenheit, sondern Lästern. Und Lästern bedeutet: über jemanden zu sprechen, der sich nicht verteidigen kann. Die Bibel nennt das klar beim Namen – es zerstört Gemeinschaft und vergiftet Beziehungen.
Vielleicht merkst du es daran, dass Gespräche dich nicht klarer machen, sondern unruhiger. Dass Dinge angedeutet, aber nicht offen ausgesprochen werden. Dass Informationen zurückgehalten oder verdreht werden. Und dass immer „die anderen“ das Problem sind. Solche Menschen bewegen sich durchs Leben, indem sie sich durchschummeln, sich anpassen, sneaken, die Wahrheit biegen, wenn es ihnen nützt. Doch Wahrheit ist kein Werkzeug – sie ist ein Maßstab.
„Prefiero una verdad que me duele un momento, que una mentira que me ilusione toda la vida.“
Ich bevorzuge eine Wahrheit, die mir kurz weh tut, als eine Lüge, die mich ein Leben lang täuscht.
Das ist geistliche Reife. Ehrliche Menschen sind nicht immer bequem. Aber sie sind transparent. Sie sagen die Wahrheit – auch dann, wenn niemand hinschaut. Sie reden nicht hinter dem Rücken anderer. Und sie spielen kein doppeltes Spiel. Darum ist es entscheidend, wen du in deinen inneren Kreis lässt. Nicht perfekte Menschen – aber wahrhaftige. Menschen, bei denen Worte und Haltung übereinstimmen. Denn wo Wahrheit ist, kann Vertrauen wachsen. Und wo Vertrauen fehlt, beginnt das Herz, sich zu schützen.
Warnsignal:
Wenn Gespräche über andere geführt werden, sobald sie den Raum verlassen haben, dann kannst du sicher sein: So wird auch über dich gesprochen. Gott ruft dich nicht in Misstrauen – aber in Klarheit. Wahrheit schützt. Immer.
Ein weiteres ernstes Warnzeichen zeigt sich nicht immer in offenen Schlägen, sondern viel häufiger in unkontrollierten Reaktionen. Die Dante Gabel spricht hier von „manos violentas“ – gewalttätigen Händen. Doch Gewalt beginnt nicht erst körperlich. Sie beginnt dort, wo Worte verletzen, wo Stimmung kippt, wo du innerlich auf der Hut bist. In meinen Aufzeichnungen steht etwas sehr Treffendes: Man weiß nie, wann diese Person explodiert. Man misst seine Worte. Man passt sich an. Nicht aus Respekt – sondern aus Angst. Vielleicht fliegt keine Faust, aber eine Tür. Vielleicht gibt es keinen Schlag, aber einen harten Ton, ein verletzendes Wort, einen plötzlichen Ausbruch. Gewalt zeigt sich oft als verbale Aggression: Beleidigungen, Herabsetzungen, Ausraster wie „Du bist verrückt“, „Keiner hält es mit dir aus“, „Mit dir stimmt etwas nicht“.
Und das Gefährliche ist: Man beginnt, das als normal zu empfinden. Doch Beziehungen, in denen du ständig Angst vor der Reaktion des anderen hast, sind nicht gesund. Freundschaften oder Partnerschaften, in denen du überlegst, wie du etwas sagen darfst, damit keine Explosion folgt, sind keine Orte von Frieden, sondern von innerer Anspannung. Wichtig ist hier eine klare Unterscheidung: Nicht jeder Konflikt ist Gewalt. Nicht jede Meinungsverschiedenheit ist falsch. Es gibt Diskussionen, es gibt Reibung, es gibt unterschiedliche Sichtweisen – ohne Gewalt. Aber sobald Worte verletzen, einschüchtern oder dich innerlich klein machen, ist eine Grenze überschritten.
„Dios detesta el abuso.“
Gott verabscheut Missbrauch.
Das gilt nicht nur für körperlichen Missbrauch, sondern auch für seelischen. Für Machtspiele. Für Angst als Mittel der Kontrolle. Gott ist kein Gott der Einschüchterung, sondern des Friedens. Darum ist es kein Zeichen von Liebe, Gewalt zu entschuldigen. Und es ist keine geistliche Reife, alles zu ertragen. Manchmal ist das Weiseste, Abstand zu schaffen. Es st ganz klar: Man kann sogar aus der Distanz für jemanden beten. Nähe ist kein Beweis von Barmherzigkeit, wenn sie dich innerlich zerstört.
Warnsignal:
Wenn du Angst vor den Reaktionen eines Menschen hast, wenn du ständig auf Spannung bist oder dich selbst zensierst, dann spricht Gott nicht durch Schuldgefühle, sondern durch Schutz. Frieden ist ein Kennzeichen seiner Gegenwart.
Ein weiteres Warnzeichen liegt tiefer und ist oft schwerer zu erkennen: ein berechnendes Herz.
Die Dante Gebel spricht hier von einem Herzen, das unaufhörlich böse Gedanken schmiedet – nicht laut, nicht chaotisch, sondern kühl, strategisch, kontrollierend. Solche Menschen kann man ganz klar beschreiben:
Es sind Menschen, die Situationen lesen, Menschen einschätzen, Gespräche lenken. Nicht, um Frieden zu schaffen, sondern um einen Vorteil zu sichern. Sie passen sich an, wechseln Haltungen, sagen das, was gerade nützt. Prinzipien sind dehnbar. Wahrheit ist verhandelbar. Was fehlt, ist Vertrauen – vor allem Vertrauen in Gottes Versorgung. Ein berechnendes Herz glaubt im Innersten nicht, dass Gott genügt. Deshalb wird kontrolliert, abgesichert, manipuliert. Beziehungen werden nicht gelebt, sondern genutzt. Nähe wird strategisch eingesetzt. Offenheit nur dort gezeigt, wo sie Gewinn bringt. Hier wird kommt was Wesentliches zum Vorschein:
„Un corazón que no confía en la provisión de Dios.“
Ein Herz, das der Versorgung Gottes nicht vertraut.
Solche Menschen haben oft keine Skrupel. Nicht, weil sie böse wirken, sondern weil sie flexibel sind –anpassungsfähig, glatt, schwer greifbar. Doch geistlich betrachtet ist das kein Zeichen von Reife, sondern von Angst.
Denn wer Gott wirklich vertraut, muss nicht rechnen. Er muss nicht tricksen. Er muss keine Vorteile erzwingen.
Ein berechnendes Herz bringt keine Ruhe in dein Leben. Es macht wachsam, vorsichtig, angespannt. Du spürst, dass du Teil eines Spiels bist, dessen Regeln du nicht kennst.
Warnsignal:
Wenn du dich benutzt fühlst, wenn Nähe sich wie Taktik anfühlt und nicht wie Echtheit, dann ist das kein Mangel an Liebe bei dir – sondern ein Schutzsignal Gottes. Gott führt nicht durch Manipulation, sondern durch Vertrauen.
(Johannes 14:6)
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Ein weiteres Warnzeichen beschreibt Dante Gebel als Füße, die schnell zum Bösen laufen. Das meint nicht, dass jemand morgens aufsteht und bewusst „Böses“ plant, sondern dass ein Mensch einen inneren Rhythmus hat, der ihn immer wieder in Unruhe, Eskalation und Drama treibt. In deinen Notizen steht es sehr deutlich: Da passiert ständig etwas Dramatisches. Und genau das ist der Punkt. Es geht um Menschen, bei denen immer „etwas ist“.
Immer eine neue Krise. Immer ein Konflikt. Immer eine Aufregung, die alles bestimmt.
Solche Menschen haben oft keine Selbstbeherrschung, keinen inneren Halt. Sie handeln impulsiv. Sie reagieren, statt zu reflektieren. Sie gehen von Gefühl zu Gefühl, von Welle zu Welle. Heute sind sie voller Energie, morgen voller Chaos. Heute sind sie überzeugt, morgen bereuen sie. Und wer ihnen nah ist, wird fast automatisch mit hineingezogen, weil sie andere Menschen in Bewegung bringen. Man fängt an, hinterherzulaufen. Man organisiert, tröstet, beruhigt, repariert. Man wird zur Feuerwehr.
Und dann kommt das, was du in meinen Notizen sehr ehrlich steht: Man zahlt emotionale Schulden, wenn man solchen Menschen folgt. Nicht nur ein bisschen Kraft, sondern echte innere Substanz. Du gibst Frieden ab, um ihre Unruhe zu tragen. Du gibst Stabilität ab, um ihre Impulse auszugleichen. Du gibst Klarheit ab, weil du ständig reagierst und kaum noch Zeit hast, in Ruhe zu denken.
Hier setzt meine Notiz einen wichtigen geistlichen Stopp: Wir sollten nicht ihr Retter sein. Dieser Satz ist so wichtig, weil er Schuldgefühle entlarvt. Viele fühlen sich „lieblos“, wenn sie nicht springen. Viele denken, echte Liebe müsse ständig retten. Doch geistlich ist das nicht Reife, sondern oft eine falsche Verantwortung. Ja, du darfst Mitgefühl haben. Ja, du darfst helfen. Aber du bist nicht der Messias. Du bist nicht die Erlösung für jemanden, der seine eigenen Entscheidungen nicht tragen will.
Darum steht in meinen Notizen dieser Satz wie eine klare Richtung:
„Suelta pies locos, pon tus pies en la roca.“
Lass die unruhigen, verrückten Wege los und stell deine Füße auf den Felsen.
Das ist nicht kalt. Das ist weise. Denn Gott führt nicht durch ständige Eskalation. Er führt durch Frieden, durch Klarheit, durch Schritte, die man tragen kann. Wenn eine Beziehung dich ständig erschöpft, weil du nur noch reagierst, ausgleichst, rettest und hinterherläufst, dann ist das kein Zeichen von Berufung, sondern ein Warnsignal.
Und manchmal ist der geistlichste Schritt nicht „noch mehr geben“, sondern aussteigen. Nicht aus Hass, sondern aus Wahrheit. Nicht als Strafe, sondern als Schutz. Gott lädt dich ein, den eigenen Stand zurückzugewinnen.
Das nächste Zeichen ist sehr klar: falsches Zeugnis, Klatsch, Lästerung – dieses Reden über andere, das nicht heilt, sondern beschädigt. In deinen Notizen steht es direkt am Anfang: Wer schlecht über andere spricht, spricht auch schlecht über dich. Und das ist eine geistliche Wahrheit, die viele zu spät lernen. Denn Worte sind nicht nur „Gerede“.
Es geht um Menschen, die die Reputation anderer beschädigen – besonders von Menschen, die gerade nicht dabei sind. Und genau ist der entscheidende Punkt: Wenn die Person nicht anwesend ist, wird nicht über sie gesprochen. Denn sonst ist es nicht Klärung, sondern Lästern.
Klärung braucht Gegenwart. Klärung ist direkt. Klärung ist ehrlich. Klärung sucht Versöhnung oder zumindest Wahrheit. Lästerung dagegen sucht Verbündete. Sie sucht Aufmerksamkeit. Sie sucht den kurzen Kick: „Hast du gehört…?“ Sie klingt manchmal wie Sorge, manchmal wie „Ich sag dir das nur, damit du Bescheid weißt“, aber sie trägt das Gift der Zerstörung.
Und ein Satz, der mich wie ein Schlag getroffen hat:
„Chisme es pornografía para los oídos.“
Klatsch ist Pornografie für die Ohren.
Damit ist gemeint: Es macht etwas in uns. Es zieht uns hinein. Es füttert Neugier, Urteil, Überlegenheit oder Angst. Und vor allem: Es füllt das Herz mit Müll. Du hast genau das notiert: Wer Klatsch hört, wird ein Mülleimer. Und irgendwann riecht man auch so – innerlich. Nicht, weil man böse ist, sondern weil man Dinge aufgenommen hat, die nicht für das Herz bestimmt waren.
Hier kommt auch der Satz dazu, der mich ebenfalls getroffen hat: Die Lüge kann nicht regieren, wo Gott regiert. Wahrheit ist ein Kennzeichen der Gegenwart Gottes. Und deshalb ist es entscheidend, wie Menschen mit Wahrheit umgehen – vor allem im Umgang mit anderen Menschen. Wenn jemand sich durchs Leben schummelt, sneakt, Dinge verdreht, Andeutungen macht, Halbwahrheiten streut, dann ist das nicht nur „unschön“, sondern geistlich gefährlich, weil es das Fundament von Vertrauen zerstört.
Und ich habe das Wichtigste daran notiert: Wenn sie es bei anderen tun, tun sie es auch bei dir. Vielleicht nicht heute. Vielleicht nicht sofort. Aber zuverlässig. Denn Lästern ist kein Ausrutscher, sondern ein Muster. Ein Mund, der andere entwertet, wird irgendwann auch dich entwerten – oft hinter deinem Rücken.
Darum ist es so essentiell zu wissen und zu leben: Es ist wichtig, ehrliche und transparente Menschen im Leben zu haben. Menschen, die nicht nur ehrlich sind, wenn Licht drauf scheint, sondern auch, wenn niemand hinschaut. Menschen, die nicht reden, um zu zerstören, sondern reden, um zu bauen. Und manchmal ist die geistlichste Entscheidung, bei Klatsch nicht mitzuspielen. Nicht zuhören. Nicht weitertragen. Nicht andocken. Denn sonst wird man Teil davon.
Das siebte Zeichen wird als besonders gefährlich angesehen: der, der Zwietracht zwischen Geschwistern sät. Dante Gebel nennt es „toxischer Sauerteig“. Und das Bild passt. Sauerteig arbeitet leise, aber er verändert alles. Er braucht keine Bühne. Er braucht nur Zeit. Und Zwietracht wirkt genauso: Sie beginnt klein – und endet groß.
In meinen Notizen steht, dass diese Menschen besonders gefährlich sind, weil sie Einheit zerstören und dass Gott dort keinen Segen geben kann – mit Verweis auf Psalm 133:
Dort, wo Brüder in Einheit zusammen wohnen, gebietet Gott den Segen. Und genau darum ist Zwietracht nicht nur ein „menschliches Problem“, sondern ein geistliches.
"Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der HERR Segen und Leben bis in Ewigkeit."
(Psalm 133:1-3/ Lutherbibel 2017)
Diese Menschen säen nicht einfach Streit. Es geht nicht um Meinungsverschiedenheiten. Es geht um ein Muster: Sie bringen Menschen gegeneinander. Sie streuen Misstrauen. Sie bauen Verdacht. Sie schaffen Lager. Sie machen aus kleinen Dingen große Themen. Oft geschieht das nicht mit offenen Angriffen, sondern mit Andeutungen, mit halb ausgesprochenen Sätzen, mit „Ich weiß nicht…“, mit einem Blick, mit einem „Pass auf…“. Und plötzlich ist Atmosphäre vergiftet.
In meinen Notizen ergänze ich was sehr Wichtiges: Kontrolle. Diese Menschen isolieren oft andere, um Kontrolle zu behalten. Sie erzeugen Unsicherheit, weil Unsicherheit Menschen lenkbar macht. Du schreibst, dass sie aus Unsicherheit handeln können – aber die Wirkung ist trotzdem Spaltung. Und Spaltung bringt nicht Schutz, sondern Zerstörung.
Darum steht in meinen Notizen sinngemäß: Wir sollen weise sein, uns vom Bösen fernhalten, Beziehungen sortieren, einen inneren Kreis haben. Genau hier passt auch dein Bild mit den Adlern: Adler fliegen nicht mit Tauben. Wenn du emotional krank wirst, kannst du deinen Auftrag nicht erfüllen. Ein Gärtner schneidet Zweige ab – nicht aus Hass, sondern damit das, was gut ist, wieder wachsen kann.
„Lasst euch nicht in ein fremdes Joch spannen mit Ungläubigen.
Denn was hat Gerechtigkeit mit Gesetzlosigkeit zu schaffen?
Oder was hat das Licht gemeinsam mit der Finsternis?“
(2. Korinther 6:14)
Also: Geh weit zurück, schaffe Abstand, und dann kommt die versprochene Belohnung von Gott. Das ist die geistliche Linie: Nicht jede Trennung ist Verlust. Manchmal ist Abstand der Weg, auf dem Gott wieder Raum schafft – Raum für Frieden, Raum für Klarheit, Raum für neues Leben.
Denn Gott ist nicht der Gott der Verwirrung, sondern des Friedens. Und wenn jemand dauerhaft Unfrieden sät, dann ist Rückzug keine Lieblosigkeit, sondern Schutz. Nicht als Rache. Sondern als Ordnung.
Gott ruft uns nicht dazu auf, die Welt zu meiden. Aber er ruft uns sehr wohl dazu auf, weise zu leben. Weisheit bedeutet nicht Rückzug aus Angst, sondern Unterscheidung aus Liebe. Nicht jeder Mensch, der Zugang zu deinem Leben sucht, ist dazu berufen, deinem Herzen nahe zu sein.
Jesus selbst hat Nähe geordnet. Er hat vielen gedient, mit einigen gearbeitet, wenigen sein Innerstes geöffnet – und einen Ort gehabt, an dem er einfach sein durfte. Diese Ordnung war kein Mangel an Liebe, sondern Ausdruck von Klarheit. Und genau diese Klarheit schützt.
Die sieben Warnzeichen sind keine Anklage gegen andere Menschen. Sie sind eine Einladung, dein Herz ernst zu nehmen. Denn dein Herz ist kein Durchgangsort. Es ist der Ort, an dem Gott spricht, heilt und führt. Wer dort dauerhaft Unruhe, Angst, Manipulation oder Spaltung sät, gefährdet nicht nur Beziehungen, sondern auch deine innere Ausrichtung.
Manche Menschen sind nicht böse – aber sie sind nicht gut für dein Leben. Und manchmal ist es Gott selbst, der dich warnt, bevor Schaden entsteht. Das Schwierige ist: Schutz fühlt sich im ersten Moment oft wie Verlust an. Abstand wie Scheitern. Trennung wie Versagen. Doch geistlich gesehen ist das nicht das Ende, sondern oft der Anfang von etwas Neuem.
Am Ende meiner Notizen steht ein Wort, das diesen Weg zusammenfasst: Recompensa – Belohnung.
Nicht als sofortige Entschädigung, nicht als äußeren Applaus, sondern als göttliche Antwort auf Gehorsam. Denn Gott sieht Entscheidungen, die im Verborgenen getroffen werden.
Er sieht,
Und dort, wo du Raum schaffst, füllt Gott neu.
Nicht jede Trennung ist Verlust. Manche Trennungen sind Vorbereitung. Manche Abstände sind der Boden, auf dem Gott Neues wachsen lässt. Vielleicht führt Gott dich gerade nicht nach vorne, sondern bewusst einen Schritt zurück. Nicht, um dich zu bestrafen, sondern um dir später etwas anzuvertrauen, das nur in Ordnung getragen werden kann.
Denn Recompensa ist kein Zufall. Sie ist die Frucht von Weisheit. Und Weisheit beginnt dort, wo du lernst, dein Herz zu behüten.
Nicht jeder Mensch, der dir nahe ist, gehört in dein Innerstes. Und nicht jede Trennung ist Verlust. Jesus selbst lebte Nähe geordnet. Nicht aus Distanz, sondern aus Weisheit. Denn wer emotional krank wird, kann seinen göttlichen Auftrag nicht erfüllen.
Wir sind Kinder Gottes – berufen zu mehr als bloßem Durchhalten, mehr als ständiges Reparieren, mehr als das Tragen fremder Unordnung. Unser Auftrag richtet sich nicht gegen Menschen, sondern dient Wahrheit, Frieden und Leben. Darum braucht Nähe Struktur.
Adler fliegen nicht mit Tauben. Nicht aus Überheblichkeit, sondern aus Bestimmung. Ein Gärtner schneidet nicht aus Härte, sondern damit das Gute wieder wachsen kann. Manchmal schützt Gott dich:
Und dort, wo du gehorsam bist – auch wenn es schmerzt –, entsteht Raum für Recompensa. Nicht immer sofort. Aber zuverlässig.
„Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.“
(Sprüche 4:23)

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